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DIY: Pizzaofen bauen

PizzaofenEine gute Pizza hat einen knusprigen Boden, einen leckeren Belag und ist obendrein angenehm würzig. Doch um die perfekte Pizza nicht nur beim Italiener des Vertrauens, sondern auch daheim genießen zu können, brauchen Sie neben den richtigen Zutaten vor allem einen guten Pizzaofen, in dem Sie für die nötige Temperatur sorgen können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen Pizzaofen zuhause selbst bauen und im Garten oder auf der Terrasse beispielsweise in Betrieb nehmen können.

Was ist das Besondere an einem guten Pizzaofen?

DIY: Pizzaofen bauenIn vielen Gärten finden Sie mittlerweile den Steingrill. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem gern gesehenen Basic entwickelt und wird für die Zubereitung verschiedener Speisen genutzt. Ein Steingrill gibt die Wärme aber immer direkt an die Speisen ab. Ein Pizzaofen ist anders konzipiert. Er ist so gebaut, dass die Wärme zunächst den Ofen aufheizt. Hierfür werden vorwiegend Schamotte- und Lehmsteine verwendet. Haben die Steine genügend Wärme aufgenommen, geben diese die Wärme an den Backraum ab, sodass die Pizza gleichmäßig backen kann. Sowohl Schamotte als auch Lehm haben sehr gute Speichereigenschaften und können große Wärmemengen aufnehmen. Sind Sie einmal aufgeheizt, lassen sich darin auch problemlos mehrere Pizzen zubereiten.

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Möchten Sie einen guten Pizzaofen im Garten, können Sie sich zum einen für einen Bausatz entscheiden. Sie können zum anderen aber auch einen solchen Ofen komplett selbst planen und bauen. Der DIY Pizzaofen bietet Ihnen viele attraktive Vorteile:

Vor- und Nachteile eines selbstgebauten Pizzaofens

  • kann genau nach Ihren Bedürfnissen geplant und gebaut werden
  • deutlich günstiger
  • lässt sich optisch an Ihren Garten anpassen
  • optimale Ausnutzung Ihres Platzangebots möglich
  • Pizza wird viel knuspriger als im normalen E-Herd
  • Backen dauert oft nur drei Minuten
  • Pizza entfaltet einen ganz eigenen Geschmack
  • braucht ein wenig Zeit
  • gute Planung ist wichtig

Der richtige Standort im Garten

Bevor Sie mit der Planung und dem Bau des Pizzaofens beginnen, müssen Sie natürlich nach dem richtigen Standort schauen. Bei der Standortwahl spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle:

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  • Bedenken Sie bei der Standortwahl immer, dass das Modell ein wenig Platz braucht. Ideal sind zwei bis drei Quadratmeter. Bauen Sie den Pizzaofen nicht zu nah an die Grundstücksgrenze, nicht dass sich Ihr Nachbar davon gestört fühlt.
  • Achten Sie bei der Ausrichtung darauf, dass der Schornstein senkrecht in die Richtung zeigt, aus der meistens der Wind kommt.
  • Der Pizzaofen sollte so hoch sein, dass er sich rückenfreundlich bedienen lässt. Bedenken Sie, dass Sie die Pizza bequem in den Backraum schieben und aus diesem wieder herausholen müssen.
Die wichtigsten Materialien für den DIY-Pizzaofen
Für Ihren Pizzaofen brauchen Sie an sich nicht viel und den Großteil der Materialien bekommen Sie zudem im Baumarkt Ihres Vertrauens. Besorgen Sie sich:

  • Mörtel
  • Back- und Klinkersteine
  • Schamottsteine
  • Stahlstangen
  • Metalltür

Die Stahlstangen werden während des Ofenbaus als Stabilisierung eingesetzt. Wenn Sie im Baumarkt keine geeignete Metalltür für Ihren Ofen finden, können Sie sich auch im Onlinehandel umsehen. Auf Anzeigen-Plattformen finden Sie hin und wieder auch gebrauchte Metalltüren, die einen nostalgischen Charme haben und obendrein einen tollen Vintage-Charakter mitbringen. Achten Sie darauf, dass die Maße der Metalltür zu Ihrem geplanten Pizzaofen passen.

Der erste Schritt: Bau des Fundaments

Bevor Sie mit dem Mauern des Pizzaofens beginnen können, müssen Sie das Fundament errichten. Es bildet die Basis für einen stabilen Ofen und ist daher unabdingbar. Das Fundament Ihres Pizzaofens sollte wenigstens eine Fläche von 100×140 cm haben und 50 cm tief sein. Heben Sie an dem vorgesehenen Standort zunächst eine Grube aus und füllen Sie diese dann mit Sand auf. Nun können Sie eine Betonplatte einsetzen.

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TIPP: Gießen Sie die Betonplatte am besten selbst. Dadurch können Sie diese optimal auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Die Platte sollte wenigstens eine Stärke von 10 cm haben. Arbeiten Sie dabei eine sogenannte Baustabmatte ein. Diese bringt Stabilität und verhindert unangenehme Risse.

Ihre Betonplatte braucht, bevor sie weiterverarbeitet wird, Zeit zum Trocknen. Warten Sie also wenigstens 24 Stunden, bis die Platte komplett ausgehärtet ist. Für die Betonplatte können Sie Fertig-Estrich verwenden. Eine gute Alternative ist Betonkies.

Der zweite Schritt: Mauern Sie die Wände

Im zweiten Schritt mauern Sie die Wände Ihres Pizzaofens. Sie können hier unterschiedliche Steine verwenden. Neben Backsteinen bieten sich Klinker- und Bruchsteine an. Achten Sie beim Verarbeiten der ersten Steinreihe darauf, dass ein schönes U entsteht. Hier können Sie mit Mörtel eventuell nachhelfen. Die zweite Reihe beginnt dann mit einem halben Stein, sodass diese schließlich im Versatz zu der Ersten steht. Damit die Steine auch in der dritten Reihe versetzt zur Zweiten verlaufen, greifen Sie dann wieder am Anfang auf einen ganzen Stein zurück. Setzen Sie das Ganze so fort, bis Sie die Wunschhöhe erreicht haben.

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WICHTIG: Achten Sie beim Mauern immer darauf, dass die Fugen versetzt zueinander ausgerichtet sind und wenigstens eine Stärke von einem Zentimeter haben. Diese Stärke ist erforderlich, um der Mauer die nötige Stabilität zu geben. Die Fugen bestehen aus Mörtel. Die Steine müssen einzeln sauber verfugt werden. Nehmen Sie sich dafür viel Zeit und achten Sie darauf, dass keine Risse entstehen, sonst besteht immer die Gefahr, dass Feuchtigkeit eindringt und Risse im Mauerwerk entstehen. Dadurch würde der Pizzaofen unbrauchbar werden.

Bau der Zwischenwand

Neben der Außenwand braucht Ihr Pizzaofen eine Zwischenwand. Die Zwischenwand verläuft parallel zur äußeren und erfüllt verschiedene Aufgaben. So wird sie zum Beispiel immer einen Teil der Kuppel tragen.

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Einarbeitung der Stahlstangen
Wie aus der Materialliste hervorgeht, brauchen Sie Stahlstangen zur zusätzlichen Stabilisierung. Die Stahlstangen werden eingearbeitet, wenn der Ofen die gewünschte Höhe erreicht hat. Die Stangen werden in eine obere Betonschicht eingearbeitet, die Sie auf der obersten Steinschicht errichten.

Die Stahlstangen tragen schließlich die Schamottsteine, die als Wärmespeicher oben in den Ofen eingearbeitet werden. Um der Kuppel die gewünschte Form zu geben, bieten sich Weidenruten an, die zwischen den Schamottsteinen eingearbeitet werden. Die Kuppel wird am besten mit Lehm verputzt. Er sollte an den Innen- und Außenseiten eine Stärke von wenigstens 10 bis 15 Zentimetern haben.

Erst zum Schluss sollten Sie schließlich die Metalltür anbringen. Geben Sie Ihrem Pizzaofen ruhig ein paar Tage Zeit, sodass alles ganz in Ruhe trocknen kann. Wenn Sie den Ofen zu schnell nutzen, können die hohen Temperaturen im Inneren dafür sorgen, dass der frische Mörtel reißt.

Sie finden im Handel natürlich auch eine Reihe von Bausätzen, die Ihnen die erforderlichen Materialien passgenau für Ihren Pizzaofen liefern. Der Nachteil ist hier aber, dass Sie den Ofen natürlich nicht an Ihre individuellen Wünsche anpassen können.

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