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Die häufigsten Backfehler

Siemens BacköfenJeder kennt das Bild von kleinen Kindern, die bei der Großmutter das Backen lernen. In unserer heutigen Zeit übernimmt immer häufiger Oma Internet diese Funktion. Das Internet verfügt zwar über eine größere Anzahl an Rezepten. Was fehlt, ist jedoch die Anleitung, wie genau etwas gemacht werden muss. Die Handgriffe und das Gefühl vermittelt es nicht. Ein Nährboden für Fehler. Natürlich unterlaufen auch Profis noch Missgeschicke. Manche ärgerlich, andere lustig. In jedem Fall vermeidbar.

Fehler 1: Nicht lesen

Die häufigsten BackfehlerRezepte liefern meistens eine recht genaue Anleitung, was, wann und in welcher Reihenfolge zu tun ist. Leider werden Anleitungen gerne mal nur überflogen. In welcher Reihenfolge die Zutaten zum Beispiel in einen Kuchen kommen, ist bestimmt nicht so wichtig. Warme Butter – kalte Butter? Kann kaum einen Unterschied machen.

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In der Praxis sieht dies leider anders aus. Am Ende sitzt die ganze Familie vor einem speckigen, harten oder bröseligen Kuchen. Egal, wie viel Sahne oder Creme verwendet wird, spätestens der Geschmack entlarvt den Fehler.

Fehler 2: Improvisieren

Jeder kennt es. Das Rezept verlangt eine Zutat, die gerade nicht da ist. Bei manchen Dingen ist dies kein Problem. Optionale Zutaten können nach Belieben ausgetauscht werden. Andere sind unverzichtbar für die Backeigenschaften und lassen sich nicht austauschen. Ein Rezept, in dem Hefe benötigt wird, lässt sich auch nur mit Hefe backen.

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Unverzichtbare Zutaten Optionale Zutaten
Backpulver, Hefe, Natron (Baking Soda), Sauerteig, Backmalz. Orangeat, Zitronat, Rosinen

Tipp: Baking Soda wird vor allem in vielen amerikanischen Rezepten wie Muffins empfohlen. Dies entspricht nicht dem deutschen Backpulver, sondern Natron.

Fehler 3: Ofen zu früh öffnen

Ein sehr beliebter Fehler bei Anfängern und Profis ist es, die Ofentür zu früh zu öffnen. Noch schlimmer ist mehrmaliges Öffnen. Jedes Mal kommt ein ganzer Schwall kalte Luft in den Ofen und sorgt für Abkühlung. Im besten Fall dauert der Kuchen länger, im schlimmsten Fall fällt er zusammen.

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Fehler 4: Falsche Reihenfolge

Ein Kuchen ist kein Eintopf. Bei den wenigsten Leckereien dieser Art ist es möglich, alle Zutaten gleichzeitig in die Rührschüssel zu geben. Meistens wird damit begonnen, zuerst die Eier mit Zucker aufzuschlagen. Dabei wird auch Luft in den Teig geschlagen und er wird schön fluffig. Manchmal werden erst alle feuchten Zutaten vermischt, bevor die Trockenen hinzukommen. So wird Klümpchen-Bildung verhindert.

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Tipp: Besonders bei Pfannkuchen ist es verbreitet, alles miteinander zu vermischen. Das Ergebnis sind Klumpen im Teig. Deswegen erst die Milch und das Mehl verrühren. Danach erst die Eier unterrühren. So lassen sich Klumpen vermeiden.

Fehler 5: Falsche Temperaturen

Temperaturen sind unbedingt einzuhalten. Ist es im Ofen zu kalt, wird der Teig nicht richtig braun. Bei zu hohen Temperaturen hingegen, bleibt ein roher Kern im Kuchen.

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Fehler 6: Nicht vorbereitete Backform

Ein weiterer, beliebter Fehler, ist eine nicht vorbereitete Backform. Es ist unerlässlich, die Form vorher einzufetten. Dafür eignen sich entweder

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  • Butter,
  • Margarine
  • oder Backtrennspray.

Manche Rezepte verlangen auch, dass die Form mit Semmelbrösel ausgekleidet wird. Für Blechkuchen oder Springformen sind oftmals zudem Backpapier nötig. Natürlich kann darauf verzichtet werden. Mit ziemlicher Sicherheit bleibt der Kuchen dann in der Form.

Fehler 7: Toter Hefeteig

Hefe ist ein Lebewesen. So sollte sie auch behandelt werden. Frische Hefe unbedingt im Kühlschrank lagern. Trockenhefe im Schrank. Bei falscher Lagerung kann Hefe Schaden nehmen und mit toter Hefe gelingt kein Teig. Viele Menschen glauben, ihnen gelingt kein Hefeteig. Dies liegt weniger an ihren Backfertigkeiten, sondern eher an der falschen Lagerung.

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Fehler 8: Die Mehlwolke

Nachdem Mehl und andere trockene Zutaten in die Rührschüssel gegeben wurden, empfiehlt es sich, diese auf unterster Stufe leicht unterzuheben. Erst, wenn sich der Teig vermengt, kann die Stufe erhöht werden. Wer sofort auf höchster Stufe startet, läuft Gefahr, sich und seine ganze Küche in eine Wolke aus weißem Mehl zu hüllen. Dies gilt natürlich auch für Kakao oder andere pulverartige Zutaten. Es bietet sich hier zwar farbliche Abwechslung, der Küchenputz bleibt aber derselbe.

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Fehler 9: Der Vulkan

Ein Fehler, der den meisten nur einmal passiert. Die Backform, die verwendet wird, ist groß genug für den Teig. Nicht jedoch für den Kuchen. Im Ofen fängt er an aufzugehen und hat irgendwann die Grenzen seiner Form erreicht. Was folgt, ist einem Vulkanausbruch recht ähnlich. Eine zähe Masse schwappt über den Rand und bewegt sich Richtung Boden. Hier muss jeder für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist. Bleibt der Kuchen, brennt sich der überlaufende Teig am Boden fest. Wird er herausgenommen, gibt es einen halb gegarten Teig.

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Fehler 10: Butter-Explosion

Ein Fehler, wie es ihn zu Omas Zeiten noch nicht gab und der erst mit der Verbreitung der Mikrowelle Einzug gehalten hat. Im Rezept steht: “Man nehme flüssige oder weiche Butter.”. Es wird versucht, Butter in der Mikrowelle weich werden zu lassen. Danach ein ganzes Stück Butter dazu und das Gerät einschalten. Plötzlich knallt es in der Mikrowelle. Die Butter ist explodiert und jetzt heißt es putzen.

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Tipp: Butter ist ein Fett- und Wassergemisch. Mikrowellen bringen die Wassermoleküle zum Schwingen. Durch die Reibung entsteht Hitze. Bei einem Fett- und Wassergemisch kann dies zu einer Explosion führen.

Teige verzeihen nicht

Wenn bei einem Teig etwas falsch gemacht wurde, ist es fast unmöglich, dies zu korrigieren. Sobald der Kuchen in den Ofen geschoben wurde, ist es endgültig zu spät.

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  • unerwartete Rezepte entstehen
  • lustige Geschichten für die ganze Familie
  • keine Backwaren
  • hoher Aufwand beim Reinigen
  • Müll
  • Arbeitszeit umsonst

Omas letzte Rettung

Der Kuchen ist trocken, bröselig oder spröde. Jetzt steht das nur schwer genießbare Backwerk auf dem Tisch. Bevor alles in den Müll wandert, gibt es noch ein paar Ideen zur Rettung. Zum Beispiel: Scheiterhaufen und Granatsplitter. Was martialisch klingt, entpuppen sich als leckere Gerichte. Granatsplitter eignet sich für trockene Biskuit- oder Mürbeteigböden. Einfach die Böden zusammen mit Buttercreme und Rum vermengen und mit Schokolade überziehen. So ist der Sonntagnachmittag gerettet.

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Eine andere Alternative ist der Scheiterhaufen. Hier einfach alles klein schneiden und zusammen mit Rosinen und Äpfeln mischen. Zum Schluss Pfannkuchen-Teig unterheben und im Ofen braun garen. Wenn jetzt noch Zimt und Zucker darüberkommen, sind alle Fehler vergessen.

Bildnachweise: Adobe Stock / A. Aleksandravicius, Amazon/ Siemens

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